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James Joyce: Dubliner (12/12) Die Toten 3 - 06.01.2014
07.01.2014, 02:41
Beitrag #1
James Joyce: Dubliner (12/12) Die Toten 3 - 06.01.2014
James Joyce: Dubliner (12/12) Die Toten 3 - 06.01.2014

Die Erzählung Die Toten zählt zu den wichtigsten Texten von James Joyce. Sie trägt starke autobiografische Züge. Ein Familienfest dient als Kulisse menschlicher Begegnungen, vor der Einsamkeit, Ängste, Selbstzweifel und Sehnsüchte der Einzelnen zum Vorschein kommen. Nach dem Fest spazieren Gabriel und seine Frau Gretta ein Stück am Quay entlang. Gabriel erinnert sich an all die schönen Augenblicke mit seiner Frau und freut sich darauf, mit ihr alleine zu sein. Doch als es endlich soweit ist, wechselt Grettas Stimmung, sie wird nachdenklich, beginnt zu weinen und erzählt zögerlich, was sie bedrückt: Sie denkt an ihre Jugendliebe, Michael Furey, der, als sie von Dublin wegzog, schwer erkrankt in einer Winternacht vor ihrem Haus erschien, um sich von ihr zu verabschieden. Da sie wusste, dass er an Schwindsucht litt, schickte sie ihn nach Hause. Kurz darauf starb er und Gretta gibt sich die Schuld an seinem Tod. Die Art, wie Gretta ihm diese Geschichte erzählt, lässt Gabriel ahnen, dass sie immer nur diesen Jungen, der mit siebzehn Jahren gestorben war, geliebt hat, dass er selbst nur ein Ersatz war und der Tote Gretta immer näher stand als er selbst. Doch die Erzählung hat – anders als alle anderen Dubliner-Erzählungen – einen positiven Ausgang. Gabriel empfindet Liebe und Mitgefühl für seine Frau. Er fasst den Entschluss, mit ihr zu ihrer Familie und ihren Ursprüngen in den Westen Irlands zu reisen und schläft daraufhin versöhnt ein. Die Toten endet mit dem berühmten Satz: „Langsam schwand seine Seele, während er den Schnee still durch das All fallen hörte und still fiel er, der Herabkunft ihrer letzten Stunde gleich, auf alle Lebenden und Toten.“ / Mit Bibiana Beglau, Thomas Thieme / Übersetzung aus dem Englischen: Dieter E. Zimmer / Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen / BR 2012


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